Montag, 6. November 2017

Sport im Revier


Zahlreiche erfolgreiche Sportler aus der Metropole Ruhr
sind für Felix-Award nominiert

Metropole Ruhr (idr). Zum elften Mal vergeben der Landessportbund NRW und die Landesregierung NRW in diesem Jahr die Felix-Awards in sieben Kategorien an herausragende NRW-Sportler des Jahres 2017. Zu den Nominierten, die heute vorgestellt wurden, gehören zehn Sportlerinnen und Sportler sowie zwei Mannschaften aus dem Ruhrgebiet. Gleich zweimal ist Isabell Werth aus Rheinberg im Kreis Wesel in der Auswahl. Die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt wurde sowohl in der Kategorie "Sportlerin des Jahres" nominiert als auch als Mitglied der deutschen Dressur-Mannschaft. 2017 wurde die sechsfache Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin auf ihrer Stute Weihegold Doppel-Europameisterin in Göteborg.
Ebenfalls Hoffnung auf den Titel "Sportlerin des Jahres" kann sich Pamela Dutkiewicz vom TV Wattenscheid 01 machen. Sie holte 2017 Bronze bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London über 100 Meter Hürden und Bronze bei den Hallen-Europameisterschaften in Belgrad über 60 Meter Hürden. Dritte Ruhrgebietsanwärterin ist Gina Lückenkemper, LG Olympia Dortmund. Die in Hamm geborene Sprinterin lief in diesem Jahr die 100 Meter unter elf Sekunden. Sie wurde Vize-Weltmeisterin bei den World Relays mit der 4x200-Meter-Staffel, Deutsche Meisterin im 100-Meter-Sprint, Deutsche Hallenmeisterin über 60 Meter und mit der 4x200-Meter-Staffel.
Zur Wahl als "Sportler des Jahres" stehen zwei Kandidaten der Kanusport-Gemeinschaft Essen: Max Hoff, der aktuelle Doppel-Europameister im Zweier-Kajak über 1.000 Meter und im Einer-Kajak über 5.000 Meter sowie Olympiasieger 2016 von Rio de Janeiro, und Max Rendschmidt, der 2017 Weltmeister im Vierer-Kajak über 500 Meter und 2016 Doppel-Olympiasieger in Rio wurde. Er holte sich bereits im vergangenen Jahr den Felix-Award.
Flaggschiff des Deutschen Ruder-Verbandes ist der Deutschland-Achter, der seinen Heimathafen am Dortmund-Ems-Kanal im Bundesleistungszentrum Dortmund hat. Das Team, das in der Auswahl als "Mannschaft des Jahres" steht, blieb in allen Wettkämpfen des Jahres ungeschlagen. Es holte Gold bei den Weltmeisterschaften in Florida und Gold bei den Europameisterschaften in Tschechien. Zur Mannschaft gehören u.a. der Dattelner Malte Jakschick vom RV Rauxel sowie die Dortmunder Jakob Schneider vom Ruderklub am Baldeneysee und Johannes Weißenfeld vom Ruderclub Westfalen Herdecke. Der Deutschland-Achter ist mit insgesamt fünf Auszeichnungen in den vergangenen Jahren der Felix-Rekordsieger.
Um den "Fußball-Felix" konkurrieren u.a. Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund und Leon Goretzka. Der Vizekapitän vom FC Schalke 04 ist Confederations-Cup-Sieger 2017. Auch der Titel "Newcomer/in des Jahres" könnte in die Metropole Ruhr gehen. Der in Schwerte im Kreis Unna geborene Bobpilot Bennet Buchmüller vom BSC Winterberg ist dafür nominiert. Er holte bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Winterberg Gold im Viererbob und Bronze im Zweierbob.
Zu den Kandidaten in der Kategorie "Behindertensportler/in des Jahres" zählt Radsportler Hans-Peter Durst vom Rad- und Motorclub Sturm Hombruch. Der Dortmunder, der seit einem Unfall unter der Störung des Gleichgewichtsorgans leidet, errang 2017 bei den Weltmeisterschaften in Südafrika mit seinem Spezialdreirad Gold im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen, außerdem war er Doppel-Paralympicssieger 2016 in Rio. Kugelstoßerin Frederike Charlotte Koleiski vom Verein Eintracht Duisburg 1848, die eine Autoimmunerkrankung hat, gewann in der Klasse F44 überraschend Gold bei den Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London.
Per Online-Wahl können Sportfans bis zum 4. Dezember in sechs Kategorien über die Gewinner abstimmen. Die Preisverleihung findet am 15. Dezember in Düsseldorf statt. Im Rahmen dieser Abendveranstaltung wird auch die Auszeichnung "Trainer/-in des Jahres" verliehen. Diese Entscheidung wird von einer Expertenjury gefällt.
Infos und Voting: www.nrw-sportlerdesjahres.de