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Glosse

Bücher

von Ulrike Fels
In Gedenken an Frau Charlotte von Buch, der ich viel verdanke, einer der großartigsten Frauen, die ich kenne
Wie froh bin ich über den Buchdruck! Wie glücklich bin ich über Bücher! Sie erweitern meinen Horizont und erschließen mir neue Welten. Was für ein Segen ist es doch für die Welt, dass es die Bibel in gedruckter Form gibt. Das Buch, für das immer noch viele Menschen unter Diktaturen ihr Leben opfern. Ich muss schon sagen, ich bin verliebt in meine Bücher. Viel zu wenig nehme ich mir Zeit für sie. Die Bücher von Eugen Drewermann über Jesus. Geschichten aus den Anden und Peru über den Bau eines Krankenhauses des christlichen Ärzteehepaars John. Die Erzählungen der Chassidim von Martin Buber. Bücher sind oft wahrer als die Nachrichten. Sie bezeugen Wunder und Spontanheilungen, eröffnen uns Gedankenwelten und legen irgendwie immer das Innerste ihrer Autoren frei… Es gibt Mal- und Kochbücher, Strick- und Nähbücher und eigentlich wird man immer nur klüger und kl…
Letzte Posts

Kolumne

Katharinas Gartenlaube
von Katharina Kumeko
Der September wurde früher Witumanoth (Monat des Holzsammelns), anderer August oder Scheiding (Trennung zwischen warmem Sommer und kaltem Winter) genannt. Manchmal nennt man ihn wegen seiner milden Temperaturen auch „Mai des Herbstes“. Am 23. September ist Tag- und Nachtgleiche. Auf der ganzen Welt gibt es dann 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht. Anfang September geht die Sonne um 20.00 Uhr (Sommerzeit 21.00 Uhr) und Ende des Monats gegen 19.00 Uhr (20.00 Uhr Sommerzeit) unter. Im letzten Drittel des Monats bis Anfang Oktober haben wir den sogenannten Altweibersommer. „Der Name hat nichts mit alten Weibern zu tun“, sagte Großvater lächelnd, als ich ihn als Kind eines schönen Septembertages danach fragte. „Das Wort „weiben“ kommt von weben. In dieser Zeit gehen die jungen Wolfsspinnen mithilfe dünner Flugfäden, die sie aus einer Hinterleibsdrüse ausstoßen, auf Reise: mit diesen dünnen Fäden lassen sie sich durch die Luft tragen.“ Die Wolfsspi…

Kolumne

Katharinas Gartenlaube
von Katharina Kumeko August
Alte Namen des August sind Aranmanoth oder Ernting. Man nannte ihn weiterhin Weidemonat, Sichelmond oder Schnittmonat. Lateinisch hieß er Sextilis, der Sechste. Ab 8 vor Christus nannte man ihn Augustus. Er wurde nach Caesars Neffen Octavian benannt. Dieser nahm als erster römischer Kaiser den Namen Augustus an, was „der Erhabene“ bedeutet. Um Caesar ebenbürtig zu sein, nahm er dem Februar einen Tag weg und fügte ihn seinem Monat August hinzu. Jetzt ist Erntezeit. Man sieht es schon an den vielen Stoppelfeldern. Im August zeigt die Sonne uns noch einmal, was sie kann. Kommt der Wind jetzt beständig aus Nord, bleibt das Wetter schön. Großvater erzählte mir, dass bei Nordwinden die Schwalben noch lange nicht fortziehen. Ansonsten machen sich die ersten Mehlschwalben schon Mitte August auf den Weg in den Süden. Mir werden sie fehlen, denn ich beobachte sie gerne, wenn sie am frühen Abend laut und hoch rufend ihre Zickzackflüge und Kreise a…

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Katharinas Gartenlaube
von Katharina Kumeko Juli Die alten Namen des Juli sind Hewimanoth oder Heuert (von hou, hewi = Heu). In diesem Monat werden die Wiesen gemäht. Heuert ist auch mit dem Wort hauen verbunden, also mit dem niedergehauenen Gras, das ja früher mit der Sense gemäht wurde. Er wird auch Wärmemonat genannt. Lateinisch nannte man ihn Quintilis (= den fünften) und seit 46 vor Christus dann Julius. Wie sein Name schon sagt, ist er nach Gaius Julius Caesar benannt, der 46 Jahre vor Christus im Römischen Reich die Kalenderreform von 365 Tagen im Jahr durchsetzte. Caesar zu Ehren, da dieser im Juli Geburtstag hatte, wurde der Monat von Quintilis in Julius umbenannt. Der Juli ist im Allgemeinen ein unbeständiger Wettermonat. Westwindwetterlagen bringen jetzt die meisten Gewitter, oft mit tornadoartigen Sturmböen, Hagel und viel Regen.  Dieser Monat ist aber auch ein stiller Monat. Die Gesänge der Vögel verstummen überwiegend, da Balz- und Brutzeit vorbei sind. Der wunderschöne Ge…

Kolumne

Katharinas Gartenlaube
von Katharina Kumeko Juni
Sein Name ist Brachet (von althochdeutsch: brahmanod = Brachliegen der Felder). Der Name stammt noch aus der Zeit der Drei-Felder-Wirtschaft. Dabei blieb ein Drittel der Flur nach der Ernte als Stoppelweide stehen und wurde erst im nächsten Juni gepflügt und für die Aufnahme der Winterfrucht vorbereitet.; man nennt den Juni auch Rosenmond, Johannismonat, Grasmonat oder Sommermonat.


Er ist nach der römischen Göttin Juno benannt, der Gattin des Göttervaters Jupiter. Sie war die jugendlich blühende Göttin der Gestirne und Hüterin der Frauen, der Liebenden und der Eheleute. Das Wachstum meiner Pflanzen im Garten hat jetzt seinen Höhepunkt erreicht. Am Teich und überall haben sich Akeleien ausgesät, die noch blühen, obwohl ihre Hauptblühzeit der Mai ist. Jetzt ist der Monat der Rosen; die große Lehmrose an der Pergola blüht, und auch die wunderbar duftenden Heckenrosen stehen in Blüte. Was mich am meisten freut, ist, dass der Holunderstrauch b…

Kolumne

Katharinas Gartenlaube

von Katharina Kumeko
Der Name Mai ist germanischen Ursprungs und bedeutet jung (Junges Mädchen = Maid). Er heißt auch Weidemonat, denn ab diesem Monat treibt man das Vieh auf die Weide.  Jetzt blühen Traubenkirsche, Weißdorn, Goldlack, Tulpen und Hasenglöckchen. Farne rollen ihre Wedel aus.  Die Mauersegler kehren in diesem Monat zurück. Libellen schlüpfen Ende Mai. Es gibt sie seit zweihundertfünfzig Millionen Jahren. Viele Menschen meinen, dass sie stechen. Das können sie aber nicht, sie sind für den Menschen harmlos.

Mitte Mai, das heißt, vom 11. bis zum 15. Mai, haben wir wegen der Eisheiligen noch einmal mit Nachtfrösten zu rechnen. Bis 1850 kamen sie garantiert jedes Jahr, Anfang des 20. Jahrhunderts noch in über 70% der Jahre, dann endete diese Regelmäßigkeit. Ob sie dieses Jahr kommen? Vielleicht hatten wir sie ja schon Ende April, der uns mit Schnee, Graupel und Nachtfrösten beglückt hat.  Großvater rechnete um den 4. Mai noch mit einem Kälterückfall: „Der Fl…

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Katharinas Gartenlaube
von Katharina Kumeko


Bisher war uns der Wettergott ja nicht gerade hold gesonnen, was warme Temperaturen anbetrifft. Und der April steht dafür generell auch nicht in gutem Ruf. Sein alter Name „Launing“ (von der Launenhaftigkeit des April) spricht davon Bände. Aber er wurde auch „Knospenmonat“ oder „Gauchmonat“ genannt (Gauch = Kuckuck). Der Name April kommt von lat. „aperire“ (öffnen). Das bezieht sich aufs Öffnen der Knospen und Blüten. Der April hat es, wie jeder weiß, in sich. Temperaturkapriolen von 25° tagsüber bis zu Nachtfrost bis unter -5° sind keine Seltenheit.
ONsüd-Bild: Lilian Seidel
Da es in der letzten Zeit noch häufig kalt und regnerisch war, blüht es im Garten nur spärlich. Erst heute habe ich „meinen“ ersten blühenden Huflattich entdeckt, zwar noch mit geschlossenen Blüten, aber immerhin. Die Schwalben kommen in diesem Monat zurück. Wenn man Glück hat, hört man auf dem Land morgens den Kuckuck rufen. Sobald es warm ist, kommen auch die Marienkä…