Donnerstag, 21. Juni 2018

Reiseinterview - Russland


Immer wieder Russland – ein Reisebericht
10 Fragen an Andreas Makarow
von Sebastian Pokojski

Venezianisches Flair in Nordwest-Russland: Ein Blick in die Kanalstraßen von St. Petersburg ONsüd-Bilder: A. Makarow

ONsüd: Hallo, Sie sind bereits seit Ihrer Übersiedlung nach Deutschland vor 20 Jahren regelmäßig in Russland. Was fasziniert Sie so an Russland, dass Sie immer wieder dorthin reisen, abgesehen davon, dass es Ihre Heimat ist?
Andreas Makarow: Die bunte Natur und Größe des Landes beeindrucken und faszinieren mich. Große Städte wie Moskau und St. Petersburg mit Highlights im kulturellen Bereich und im Kontrast dazu menschenleere wilde Landschaften und kleine Siedlungen zeigen wie vielfältig Russland ist. Die Begegnungen mit Mitmenschen verschiedener Traditionen und Kulturen und die herzlichen Treffen mit meinen Freunden machen mir jedes Mal aufs Neue große Freude. Ursprünglich komme ich aus Zentralrussland und bin in Orjol aufgewachsen. Orjol liegt an der Oka, rund 350 km südwestlich von Moskau.
In diesem Jahr war ich zu einem Studientreffen in St. Petersburg, wo ich 1983 als Diplom-Mathematiker mein Studium abgeschlossen habe.

Die Kuppel der Isaakskathedrale ist im Hintergrund zu erkennen.
ONsüd: Wie sind Sie dorthin gekommen?
Andreas Makarow: Natürlich, bei so einer weiten Reise, bietet sich das Fliegen an. Aber man kann St. Petersburg auch in einer sehr schönen Schiffsreise über die Ostsee erreichen.

ONsüd: War es schwierig von Deutschland auf Russland umzuschalten?
Andreas Makarow: Da ich fast regelmäßig dort bin, habe ich gar keine Schwierigkeiten in den russischen Alltag zu tauchen. Mir ist aufgefallen, dass im Laufe der Zeit die Unterschiede zwischen den Ländern schwinden.

ONsüd: Konnten Sie sich gut mit den Einheimischen verständigen?
Andreas Makarow: Sprachbarrieren gibt es kaum, aber neue Redewendungen müssen mir dann schon mal erklärt werden. Es gab auch Tage, da wurde ich förmlich überrannt mit Fragen zum aktuellen und politischen Geschehen.

ONsüd: Gab es Momente, in denen Sie Deutschland vermisst haben?
Andreas Makarow: In einer Fünf-Millionen-Stadt gibt es fast rund um die Uhr die ganze Woche viel Leben und den dazugehörigen Lärm. Die Ruhe in meiner Recklinghäuser Wohnung in der Nacht habe ich da meistens vermisst.

Skyline von St. Petersburg
ONsüd: Wenn jemand Sie bitten würde, ihm Empfehlungen zu geben, was er sich in Russland unbedingt ansehen sollte, was würden Sie ihm sagen?

Andreas Makarow: Wenn Sie Russland je nach Budget und Interesse kennen lernen möchten, sollten sie auf jeden Fall die Kulturzentren Moskau und St. Petersburg besuchen. Für Naturliebhaber empfehle ich Flussreisen auf der Wolga und Don, ein Ausflug zum Baikalsee und zur Halbinsel Kamtschatka.

     
Alexandersäule vor dem Winter Palace
ONsüd: Gab es im letzten Urlaub etwas, von dem Sie sagen würden, dass es Ihnen nicht gefallen hat?
Andreas Makarow: Eine plötzliche Straßensperre am Hotel, von der auch nicht der Taxifahrer wusste, kostete mich fast den Rückflug. Ich habe es noch gerade bis zum Flughafen geschafft.

ONsüd: Können Sie jetzt spontan sagen, ob Sie noch einmal nach Russland reisen würden?
Andreas Makarow: Selbstverständlich, da Russland sehr groß und vielfältig ist, kann man immer wieder Neues entdecken.

ONsüd: Wenn Sie sich dafür entscheiden würden noch einmal nach Russland zu reisen, würden Sie etwas anders machen als letztes Mal?
Andreas Makarow: Ich würde neue Ziele auswählen.

ONsüd: Gibt es noch ein anderes Land, in welches Sie reisen würden?
Andreas Makarow: Ich würde gerne nach Thailand fliegen, weil ich die Natur und Kultur dort gerne kennenlernen möchte.


 
Winter Palace im Vordergrund die Newa

Isaakskathedrale mit prachtvoller Goldkuppel

Blick auf die Nehrung der Wassiljewski-Insel. Der Hafen im Hintergrund.
 
Die Isaakskathedrale im Mittelpunkt auf dem Bild.






Dienstag, 19. Juni 2018

Ruhrgebiet – Freizeit & Kulturelles


Freizeit,
Kulturelles, Tipps



Metropole Ruhr (idr). Großer Bahnhof beim Traumzeit-Festival vom 22. bis zum 24. Juni im Landschaftspark Duisburg-Nord: 40 internationale Musiker wie die Indie-Folk Band Mighty Oaks aus Berlin, der Songpoet Gisbert zu Knyphausen sowie die junge australische Band Parcels bringen den Park zum Klingen. Das Programm läuft auf insgesamt vier Bühnen.
Infos: www.traumzeit-festival.de
*
Back into the eighties - und das Westfälische Landestheater übernimmt die Führung. Am 22. Juni, 19.30 Uhr, feiert die Inszenierung "Mixtape - Ein musikalischer Liebesbrief an die verrückten 80er" im Parkbad Süd in Castrop-Rauxel Premiere. Die Regie bei der rasanten musikalischen Zeitreise hat Tankred Schleinschock. Weitere Termine: 23. und 24. Juni, 19.30 Uhr.
Infos: www.westfaelisches-landestheater.de
*
Mit "Knockin' on Heaven's Door" bringt die Folkwang Universität den gleichnamigen deutschen Roadmovie als Musical auf die Bühne. Die erste Tryout-Fassung feiert am 21. Juni um 19.30 Uhr im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden Premiere. Mit Martin Brest und Rudi Wurlitzer stehen zwei ganz unterschiedliche Männer im Mittelpunkt, die nur eines gemeinsam haben: Sie sind totkrank. Als Martin erfährt, dass Rudi noch nie am Meer war, steht der Plan: sie müssen es zur Küste schaffen, bevor sie vor dem Himmelstor stehen. Kurzerhand stehlen beide das nächstbeste Auto und starten eine verrückte Tour. Weitere Vorstellungen: 22., 23., 25., 26. und 27. Juni, jeweils 19.30 Uhr.     
Infos: www.folkwang-uni.de
*
Die rote Couch ist sein Markenzeichen. Auf ihr lichtet der Fotograf Horst Wackerbarth Menschen in aller Welt ab. Im Auftrag der NRW-Stiftung tingelte er ein Jahr lang durch Nordrhein-Westfalen, um für das Portrait "heimat.nrw" besonders typische Orte und Menschen in Szene zu setzen. Eine Auswahl aus der Fotoserie wird vom 24. Juni bis 29. Juli in der Kompressorenhalle und der Waschkaue der Kokerei Hansa in Dortmund gezeigt. Der Eintritt ist frei.
Infos: www.industriedenkmal-stiftung.de
*
Einen Cosplay Day veranstaltet der Movie Park Germany in Bottrop erstmals am 23. Juni. Dem Aufruf, seine einzigartigen und vor allen Dingen selbst hergestellten Kostüme von Helden aus der TV- und Kinowelt mit Fans aus der ganzen Welt zu teilen, sind mehr als 300 Cosplayer gefolgt. Bei einer Parade durch den Park präsentieren sie ihre aufwändigen Verkleidungen. Zudem stehen zwei kostenlose Workshops zum Thema Kostüm und Make-Up auf dem Programm. Mit Maul Cosplay, Calisto Cosplay und Faerie Blossom sind außerdem Stars der Szene im Movie Park Germany unterwegs.
Infos: www.moviepark.de/cosplayday
*
Ein Konzert der besonderen Art veranstaltet der Herner Klangkünstler Christof Schläger in Kooperation mit dem Skulpturenmuseum Glaskasten am 23. Juni, 15.30 Uhr, auf dem Creiler Platz in Marl. Mit Presslufthämmern und anderen Geräten aus dem Bergbau verwandelt er den Rathausvorplatz in eine Soundlandschaft. Schläger widmet das sogenannte "Abbauhammer-Konzert" dem Bergbau im Ruhrgebiet.
Infos: www.christofschlaeger.de
*
Klaus Fiehe legt am 23. Juni, 20.30 Uhr, im Planetarium Bochum auf. Der DJ begeisterte mit seiner Sendung "Raum & Zeit", heute "1LIVE Fiehe", seit Mitte der 90er Jahre Radiohörer für atmosphärische elektronische Clubmusik. Im Planetarium taucht Fiehe in kosmische Weiten ein und verspricht eine musikalische Reise durch Raum und Zeit mit Ambient, Chill Out, Trip Hop und Dub.
Infos: www.planetarium-bochum.de und www.klangsphaere-festival.de


Freitag, 15. Juni 2018

Ruhrgebiet, Recklinghausen, NRW - Kulturelles

72. Ruhrfestspiele mit zweitbester Bilanz seit Gründung

Recklinghausen (idr). Intendant Frank Hoffmann kann seine letzte Spielzeit bei den Ruhrfestspielen mit dem zweitbesten Ergebnis seit Bestehen abschließen: Bisher erreichten die Festspiele 83.858 Besucher und verzeichneten eine Auslastung von 85,8 Prozent.
Die 72. Ausgabe der Ruhrfestspiele widmete sich dem Thema "Heimat". Dabei setzte Hoffmann zum anstehenden Ende des Steinkohlebergbaus auch speziell das Ruhrgebiet in Szene. Zu sehen waren u.a. die Uraufführungen von "Clowns unter Tage" und "Die verlorene Oper. Ruhrepos", die Tanzproduktion "COAL" und die Musiktheaterproduktion "Brassed Off". Dazu setzte der Intendant auch wieder auf internationale Stars wie die Hollywood-Schauspieler John Malkovich und Bill Murray.
Das eingebettete FRiNGE Festival zeigte vom 22. Mai bis 16. Juni in 116 Vorstellungen 26 Produktionen aus 14 Ländern, darunter Performances von Schauspiel und Tanz über Zirkus und Akrobatik bis hin zu Figurentheater und Musik. Das Off-Theaterfestival zählte 13.265 Besucher.
Das Finale der Ruhrfestspiele bilden das Doppelkonzert von Leslie Clio und 2raumwohnung am morgigen Samstag (6. Juni) und die Abschiedsgala am Sonntag, 17. Juni.


Dienstag, 12. Juni 2018

Ruhrgebiet – Freizeit & Kulturelles


Freizeit,
Kulturelles, Tipps


Metropole Ruhr (idr). Private Tragödie und monumentales Historiendrama vereint Giuseppe Verdi in "Nabucco". Das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier inszeniert die Oper des italienischen Komponisten. Sie erzählt die Dreiecksliebesgeschichte zwischen Fenena und Abigaille, Töchter des babylonischen Königs Nabuccos, und dem Israeliten Ismaele. Als dieser sich Fenena zuwendet, verwandelt sich ihre Schwester in eine rachsüchtige Furie, die bereit ist, ein ganzes Volk auszulöschen. Premiere ist am 16. Juni, 19.30 Uhr, im Großen Haus.
Infos: www.musiktheater-im-revier.de
*
Das Theater Hagen bringt Cole Porters turbulentes Musical "Kiss me, Kate" auf die Bühne. Das Stück wirft einen amüsanten Blick hinter die Kulissen des Theaterbetriebs: Nicht nur auf der Bühne in Shakespeares Komödie "Der Widerspenstigen Zähmung" geht es turbulent zu. Auch hinter den Kulissen der Theatertruppe kochen die Emotion. Denn während die Schauspieler Fred und Lilli ein Paar spielen, haben sie sich privat getrennt. Was nicht heißt, dass sie nicht eifersüchtig belauern, wohin das Herz des anderen sich wendet. Premiere ist am 16. Juni, 19.30 Uhr.
Infos: www.theaterhagen.de
*
"Addio Dortmund!": Intendant Jens-Daniel Herzog und sein Ensemble verabschieden sich nach sieben Jahren mit einer Operngala von der Stadt. Am 15. Juni, 19.30 Uhr, bieten Solisten Arien und Duette aus der Ära Herzog dar. Es gibt noch Restkarten.
Infos: www.theaterdo.de
*
Elektronische Klänge im Essener Stadtgarten: Vom 18. bis 22. Juni lädt die Philharmonie Essen jeweils von 20 bis 22 Uhr zu den "Park Sounds" ein. Musikstudenten haben dafür elektronischen Klänge entwickelt, die speziell auf die Akustik im Park zugeschnitten sind. An elf Standorten sorgen Lautsprecher für Surround-Erlebnisse, denen die Besucher lauschen können, während sie sich in Liegestühlen und Sitzsäcken entspannen.
Infos: www.philharmonie-essen.de
*
Künstler, Musiker und Musiker aus aller Welt treten bei "Ruhr International", dem "Fest der Kulturen", am 16. und 17. Juni an und in der Jahrhunderthalle Bochum auf. Mit dabei ist u.a. "Dubarabi", ein Weltmusikprojekt mit fünf Musikern, die Rhythmen und Melodien aus dem Orient mit elektronischer Musik zusammenbringen. Auch das Projekt Interkultur Ruhr des Regionalverbandes Ruhr (RVR) steuert einige Programmpunkte bei. Auf dem Marktplatz auf dem Außengelände präsentieren sich Vereine, Initiativen und Gruppen aus der Umgebung.
Infos: www.ruhr-international.de



Montag, 11. Juni 2018

Rückblick auf den „Muddy Angel Run“

15 „Surker Angels“ kämpfen sich
durch Schlamm, Wasser und Schaum
mit viel Spaß für guten Zweck



ONsüd-Bilder: privat

(sepo) Der „Muddy Angel Run“ ist in erster Linie ein Frauenlauf, bei dem die gute Stimmung, Schlamm und auch die Hindernisse neben einem guten Zweck im Vordergrund stehen. Am Wochenende nahm auch die 15-köpfige Gruppe aus Recklinghausen-Suderwich auf dem Gelände der Gelsenkirchener Trabrennbahn erfolgreich an dem ausverkauften Event, der zum ersten Mal im Ruhrgebiet stattfand, teil. Nach einem gemeinsamen, sportlichem Warm-Up von Profi-Trainerinnen hieß es für die Frauen einen Schlammparcours von 15 Hindernissen gemeinsam zu durchlaufen.
„Wir hatten riesig viel Spaß und der Zusammenhalt war einfach klasse,“ so Melanie Eberhardt, die für die Suderwicher Gruppe die Organisation übernommen hatte. Die Idee war ihr schon Anfang des Jahres gekommen, nachdem sie an einem 12 km - Lauf, des Veranstalters XLETIX in Wuppertal mitgemacht hatte. „Hier im Ruhrgebiet war der Parcours für Frauen jeden Fitnesslevels angeboten,“ stellte Melanie Eberhardt klar. „Eine andere Hausnummer sind die Runs, bei denen Männer und Frauen gemeinsam teilnehmen. Da muss man schon im Vorfeld wochenlang trainieren.“ Die Übungsleiterin des Step-Aerobic- Kurses der SG Suderwich konnte im Februar 14 weitere Mitstreiterinnen für den „Muddy Angel Run“ am Wochenende gewinnen. Dort traten sie dann gemeinsam im Gruppenoutfit, im T-Shirt in Vereinsfarben der SG Suderwich, die für diesen Tag gedruckt wurden, ihren feuchtfröhlichen Wettkampf an.
„Bei der Herstellung der T-Shirts ist sogar noch ein Restbetrag übrig geblieben, den wir dann gespendet haben,“ so Melanie Eberhardt, die den guten Zweck der Veranstaltung noch einmal betont. Genauso sieht es der Veranstalter, die XLETIX GmbH aus Berlin, auf ihrer Homepage: „Wir sehen die Events auch als eine tolle Möglichkeit, um auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen, durch Sport vorzusorgen und Betroffenen Kraft zu geben. Neben Aufklärung und Kommunikation rund um das Thema wollen wir auch weiterführende Initiativen unterstützen. Von jedem Ticket und von jedem Merchandise-Artikel spenden wir 1 EUR an unseren Partner Brustkrebs Deutschland e.V. Bisher konnten wir so gemeinsam mehr als 80.000 Euro an unsere Brustkrebs-Partner in fünf europäischen Ländern spenden.“
Das freut auch die Suderwicher Teilnehmerinnen, die sich einig sind: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!“

Freitag, 8. Juni 2018

Ruhrgebiet - Freizeit, Kulturelles, Tourismus

RuhrKunstMuseen: Per Rad auf den Spuren von Kunst & Kohle

Metropole Ruhr (idr). Kunst & Kohle per Rad entdecken: Die RuhrKunstMuseen bringen Besucher des Ausstellungsprojekts Kunst & Kohle auf eigens zusammengestellten Radrouten in Bewegung. Die drei vorgeschlagenen Touren verbinden jeweils mehrere Ausstellungsorte und Sehenswürdigkeiten zum Thema Kohle miteinander.
Die Routen sind zwischen 30 und 45 Kilometer lang. Tour eins führt unter dem Titel "Wege und Wandlung der Kohle" vom Emschertal-Museum Herne über Schloss Strünkede nach Bochum zur Zeche Hannover und zum Kunstmuseum. Die Route "Ursprung der Kohle" verbindet das Kunstmuseum Bochum mit dem Deutschen Bergbau-Museum, dem Muttental und dem Märkischen Museum Witten. Die dritte Tour widmet sich den "(Land)Marken-Zeichen der Kohle" von der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen über den Gasometer Oberhausen und den Tetraeder Bottrop zum Josef Albers Museum Quadrat Bottrop und auf dem Rückweg zur Bottroper Halde Haniel.
Die Touren stehen hier mit detaillierten Infos zum Download bereit: www.ruhrkunstmuseen.com/kunst-kohle/radtouren

Dienstag, 5. Juni 2018

Ruhrgebiet – Freizeit & Kulturelles



Freizeit,
Kulturelles, Tipps



Metropole Ruhr (idr). Das Theater Oberhausen bringt Fjodor Dostojewskis "Schuld und Sühne" auf die Bühne - im alten "Kaufhof"-Gebäude. Vier Leinwände markieren die Welt und das Figurenaufgebot aus dem Kriminalroman. Dazwischen bewegt sich der begabte, aber mittellose Jurastudent Raskolnikow. Er ist der Einzige, der an diesem Abend live zu sehen sein wird. Raskolnikow hat eine Theorie entwickelt, nach der es außergewöhnlichen Menschen erlaubt sein soll, im Dienste des allgemeinen Fortschritts Verbrechen zu begehen. Doch aus dem Verbrechen wird Schuld, und Raskolnikow ringt mit sich und der Welt darum, nicht den Verstand zu verlieren. Premiere ist am 8. Juni um 19.30 Uhr.
Infos: www.theater-oberhausen.de
*
"Die Sternstunde des Josef Bieder" heißt der neue Soloabend mit Joachim Gabriel Maaß. Der Publikumsliebling des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier schlüpft dafür in die Rolle eines Theaterrequisiteurs, der aus dem Stand ein Publikum unterhalten muss - mit Theatergeschichten, Gesang und Lebensweisheiten. Das Stück hat am 10. Juni, 18 Uhr, im Kleinen Haus des Theaters Premiere.
Infos: www.musiktheater-im-revier.de
*
Friedrich Küppersbusch und Lukas Heinser unterhalten seit vier Jahren mit ihrem Podcast "Lucky & Fred" das Internet. Am 6. Juni, 20 Uhr, feiern die beiden Journalisten  mit ihrem Late-Night-Format Premiere im Theater Dortmund. Sie mixen pointierte Schwafeleien über aktuelle Themen und streng subjektive Analysen zum Zustand der Welt mit Musik und Videos.
Infos: www.theaterdo.de
*
Mit der "Hommage an Jannis Kounellis" startet am 8. Juni im Duisburger MKM Museum Küppersmühle die letzte Schau im Rahmen des Ausstellungsprojektes "Kunst & Kohle" der RuhrKunstMuseen. Der Vertreter der italienischen Kunstbewegung Arte Povera hat immer wieder Kohle und Stahl für seine Installationen und Raum-Inszenierungen verwendet, da sie für ihn die Welt der industriellen Revolution und damit die Ursprünge der heutigen Kultur spiegeln. Zudem sind Werke weiterer Künstler zu sehen, die ebenfalls Kohle und Stahl als Arbeitsmaterial, Motiv und Inhaltsträger aufgreifen. Die Schau läuft bis zum 28. Oktober. Die feierliche Ausstellungseröffnung findet am 11. Juni statt.
Infos: www.museum-kueppersmuehle.de
*
Verlassene Orte und die Ästhetik des Verfalls stehen erneut im Fokus der siebten Ausgabe der Fotoausstellung UrbExpo. Vom 9. bis 24. Juni zeigen 19 internationale Künstler im Schlegel-Haus in Bochum ihre Bilder zu den Themen. Die Ausstellungsreihe ist eine der größten regelmäßig stattfindenden Fotografieausstellungen ihres Genres im deutschsprachigen Raum.
Infos: www.urbexpo.eu
*
Mit Forced Entertainment um Tim Etchells ist am 8. und 9. Juni, jeweils 20 Uhr, eine der wichtigsten gegenwärten Performancegruppen zu Gast bei PACT Zollverein in Essen. Die Sheffielder Kompanie zeigt ihre neueste Produktion "Out of Order": Als unglückselige Clowns sind die Performer auf der Bühne in einer Endlosschleife gefangen: Komik löst sich ab mit Tragik, Ordnung mit unerwartet ausbrechendem Chaos.
Infos: www.pact-zollverein.de
*
Die vierte Ausgabe des Wandersalons richten die Urbanen Künste Ruhr am 6. Juni, 18 Uhr, zusammen mit dem Hartware MedienKunstVerein (HMKV) aus. Im Kino im Dortmunder U spricht die Berliner Künstlerin Peggy Buth über ihre Arbeit und ihre kommende Ausstellung "Vom Nutzen der Angst - The Politics of Selection", die als Beitrag für die diesjährige Ruhrtriennale im August realisiert wird. Gleichzeitig ist ihre Video-Arbeit "Demolition Flats" im HMKV zu sehen.
Infos: www.urbanekuensteruhr.de



Ruhrgebiet, Dortmund - Freizeit, Kulturelles


Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte
zeigt Cowboys und Indianer



ONsüd-Bild: Pokojski


Dortmund (idr). Rothäute und Bleichgesichter stehen im Mittelpunkt der ersten Familienausstellung im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Vom 25. Juni bis 21. Oktober ziehen Kletterfelsen und Tipis, Saloon und Buffalo Bills Arena in die große Ausstellungshalle ein. Die Schau "Cowboy & Indianer – Made in Germany" geht den deutschen Wildwest-Fantasien auf den Grund. 
Mehr als 300 Objekte, Film- und Audio-Stationen, eine Prärielandschaft, ein Tipi-Dorf und eine Westernstadt-Szenerie können die Besucher erkunden. Und auch Buffalo Bill darf nicht fehlen - der legendäre Jäger und Entertainer aus Iowa, der 1891 mit seiner "Wild West Show" im Dortmunder Lunapark Station machte.
Die Ausstellung stammt aus dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe, wurde aber um lokale Aspekte ergänzt. So sollen auch aktuelle und historische Fotos zu sehen sein. Dafür sucht das Musuem noch private Aufnahmen von Dortmundern, auf denen Menschen in Cowboy- oder Indianerverkleidung zu sehen sind. Die Bilder landen auf einer Pinnwand in der Ausstellung, auf der die Geschichte der Cowboys und Indianer in Dortmund von 1900 bis heute zu sehen sein wird.
Infos unter www.dortmund.de

Montag, 4. Juni 2018

KULTUR im VEST - Musik


Sommer im Park 2018

Auch in diesem Jahr darf sich Recklinghausen auf ein großes Sommerprogramm mit Open-Air-Konzerten im Willy-Brandt-Park und im Stadtgarten sowie auf ein Open-Air-Kino freuen. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt zu allen Konzerten und zum Open-Air-Kino ist frei.

„Sommer im Park ist eine tolle Gelegenheit, um natürlich Musik zu hören, aber eben auch Freunde und Bekannte zu treffen und direkt vor der Haustür den Sommer zu genießen“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche.
Bei den drei Konzerten im Willy-Brandt-Park gehört die Bühne den Stars der lokalen Szene und ihren Musikerfreunden.

Zum Auftakt am Freitag, 29. Juni, spielt die Band Eurovoodoo. Der exotische Bandname steht für eine einzigartige Mischung karibischer und afrikanischer Rhythmen mit europäischen Elementen und intensiver Jazzimprovisation. Die meditative, beinahe tranceartige Musik des Sextetts um Timo Vaut spannt einen Bogen von den im Osten Kubas aufgenommenen hoch komplexen authentischen Vodú-Rhythmen über melodiöse und leicht schwebende Bossa Nova-Grooves bis hin zu hochenergetischen freien Jazzrock-Improvisationen, die mit den afrokaribischen Rhythmen zu einer Einheit verschmelzen.

Die amerikanische Mezzosopranistin Richetta Manager ist dem Musikpublikum vor allem als langjährige Solistin des Opernensembles am Musiktheater im Revier bekannt. Ihre zweite musikalische Leidenschaft gehört dem Jazz, dem Soul und dem Gospel. George Sommer, der lange Jahre die Bad Hersfelder Festspiele musikalisch leitete, hat eine exzellente Begleitband aus Jazzprofis zusammengestellt, die am Freitag, 13. Juli, ein musikalisch hochkarätiges Konzert erwarten lassen.

ONsüd-Bild: Pressefoto Velvet Goldmine
Zum Abschluss der Konzerte im Willy-Brandt-Park wird es am Freitag, 20. Juli, noch einmal jazzig mit der Band Velvet Goldmine. Das Sextett um die Saxophonistin Caroline Geck ist ein Garant für ein abwechslungsreiches Programm aus Jazz, Funk und Pop. Im Repertoire verschmelzen die Stilrichtungen, wobei der Jazz stets im Mittelpunkt steht.

Ab Mitte Juli verbreitet das Roadfestival Odyssee zwölf Mal heiße Club-Atmosphäre auf den Open-Air-Bühnen in vier Städten des Ruhrgebiets - an drei Donnerstagabenden im Recklinghäuser Stadtgarten. Für tanzbare Sounds sorgen in diesem Sommer Künstler vom afrikanischen Kontinent, die gemeinsam mit europäischen Kollegen aufregend neue Experimente auf der Bühne wagen.

ONsüd-Bild: BANTU, Copyright: Abiola Balogun

Die Reihe startet in Recklinghausen am Donnerstag, 19. Juli, mit der 13-köpfigen Band BANTU. Adé Bantu ist ein Pionier der deutschen HipHop-Szene, Afrobeat-Erneuerer und Politaktivist. Er ist zwischen Nigeria, England und Deutschland groß geworden und gilt als Visionär. Inspiriert vom urbanen Chaos der Metropole Lagos verbindet er satten Afro-Beat mit HipHop- und Punk-Attitüde. Er überführt den Afrobeat von Fela Kuti in die Gegenwart.

Mit der Band Pachibaba aus La Réunion geht es am Donnerstag, 26. Juli, weiter. Pachibaba steht für eine Generation réunionischer Musiker, die die Tradition der Maloya, der Klagelieder der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen neu erfinden. Das Ausnahmeensemble verspricht einen mitreißenden explosiven Sound. 

Die Berliner Band Il Civetto und das algerische Ensemble Sabâ gestalten das Abschlusskonzert am Donnerstag, 2. August.

Mit einer bunten Mixtur aus Saxophon, Snare-Drum, Ukulele, Gitarre, Cajon, Klarinette, Bass, Bongos und einem Percussion-Set erzählt die Berliner Band von ihrer Reiselust. In einem dreisten Sprachmischmasch aus Spanisch, Arabisch, Französisch, Jiddisch und etwas Deutsch erzählt sie in den Songs Geschichten, die man eher fühlen als verstehen kann. Zum verwegenen Soundmix aus Latino-Rhythmen, Balkan-Beats, Gypsy-Swing, Flamenco und Klezmer kommen die die rauen, urbanen Klänge des algerischen Ensembles Sabâ dazu. Die Musiker um Malik Ziad vereinen orientalische und moderne westliche Klangfarben von Oud, Percussion und Gesang.

Am letzten Ferientag, Dienstag, 28. August, endet auch das Sommerprogramm, und zwar mit einem Open-Air-Kino im Stadtgarten im Rahmen der Reihe FilmSchauPlätze NRW. Die Filmvorführung beginnt bei Anbruch der Dämmerung. Picknickdecken und Sitzgelegenheiten dürfen mitgebracht werden.

Prämiert mit der Goldenen Palme der letztjährigen Filmfestspiele in Cannes begibt sich der Film „The Square“ in die schillernde Welt der modernen Kunst und öffnet deren moralische Falltüren. In der klugen Satire wirft Regisseur Ruben Östlund brisante soziale Fragen auf.


Donnerstag, 31. Mai 2018

Musik - Newcomer


Lust auf gute Metalmusic

Banddebüt voller Erfolg

Newcomer: „Life in Circles“

Fragen an Drummer Ingo Nieporte

 

von Sebastian Pokojski (Fotos & Text)

 
 
 

Anlässlich des 10-jährigen Bandjubiläums von „nancybreathing“ und der von Boersma Record präsentierten Record Release Show konnte die Newcomerband „Life in Circles“ als Vorband am letzten Wochenende im MAXUS in Gladbeck auf der Bühne überzeugen. Wir waren vor Ort und sprachen nach dem Gig mit Drummer Ingo Nieporte.

 

ONsüd: Ihr habt gerade euren ersten Gig hinter euch. Wie waren deine Eindrücke?

Ingo Nieporte: Der absolute Hammer!!! Das Publikum hat richtig mitgemacht. Ein Teil unserer Band war schon sehr aufgeregt, dennoch haben wir alles gut umsetzen können und unseren Spaß gehabt.

 

ONsüd: Seit wann und wo spielt und probt ihr? Da ihr eigne Stücke spielt, wer komponiert?

Ingo Nieporte: Wir haben uns im Januar 2018 gefunden. Ich hatte aber zwei Monate zuvor schon mit Julian Daniels (Gitarrist) an Songs geschrieben, bis wir endlich alle Bandmitglieder gefunden hatten. Geprobt wird in Bochum-Wattenscheid. Unsere Songs sind alle von uns selbst komponiert worden. Jeder von uns bringt sich mit ein und wird auch durch seine Vorbilder inspiriert.

 

ONsüd: Wie lange spielst du persönlich schon Schlagzeug und haben du und deine Bandkollegen schon Erfahrungen aus anderen Bands? Wer spielt noch welche Instrumente?

Ingo Nieporte: Ich habe das Schlagzeug spielen relativ spät angefangen. Ich spiele seit 2003 Schlagzeug und habe folgende Banderfahrungen: Dearg Wings, Coal Black, Why Amnesia, X-Angel.

im Interview mit ONsüd: Drummer der Band Life in Circles
Ingo Nieporte
Das sind die anderen Bandmitglieder:

Domenik Sannemann – Lead-Vocals
Banderfahrung: Hangover,Dyora, Gammalux

Julian Daniels – Leadgitarre
Banderfahrung: Keine

Lars Braun – Gitarre

Banderfahrung: Keine

Kelly Mquardt – Bass
Banderfahrung: Why Amnesia, A Parrotdies

 



ONsüd: Kann man sagen, ihr spielt eine Art melodischen Metal? Beschreibe eure Songs und den Inhalt, den ihr vermitteln möchtet?

Ingo Nieporte: Das kann man so sagen! Viele behaupten auch, dass wir eher in die Alternative Metal-Richtung gehen…., ach es gibt so viele Genres und man wird eh in irgendeine Schublade gepackt.  Am Ende muss es einem gefallen.

Wir versuchen uns über das spielen emotional auszudrücken. Textlich werden wir von außen wie von innen heraus inspiriert. Liebe, Hoffnung, Wut…. der Alltag an sich…. was man halt im alltäglichen Leben so erlebt, spiegeln wir über unsere Songs zurück.

 
ONsüd: Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Ingo Nieporte: Ein weites Publikum zu erreichen, auf großen und auch auf kleinen Bühnen zu spielen, unser Album fertigzustellen und vor allem musikalisch und auch auf freundschaftlicher Basis enger zusammenzuwachsen.
 
 
 

Dienstag, 29. Mai 2018

Ruhrgebiet – Freizeit & Kulturelles


Freizeit,
Kulturelles, Tipps



Metropole Ruhr (idr). Mit Johann Straußʼ Operette "Eine Nacht in Venedig" endet der Premieren-Reigen der laufenden Spielzeit am Essener Aalto-Theater. Am 3. Juni, 18 Uhr, wird die beliebte Verwechslungskomödie, die zur Karnevalszeit in der Lagunenstadt spielt, erstmals aufgeführt. Der Herzog von Urbino, ein berüchtigter Schürzenjäger, lädt zum Fest. Viele Intrigen müssen scheitern und viele Masken müssen fallen, bis sich schließlich die richtigen Paare finden – nicht, ohne sich vorher mit den falschen Partnern ausgelassen amüsiert zu haben.
Infos: www.aalto-musiktheater.de
*
Richard Wagners "Die Walküre" feiert am 31. Mai, 17 Uhr, Premiere am Theater Duisburg. Göttervater Wotan führt seinen Sohn Siegmund mit dessen Zwillingsschwester Sieglinde zusammen. Sie erkennen sich nicht und verlieben sich ineinander. Siegmund soll der Held sein, der den Ring des Nibelungen wiederbeschafft. Doch Wotans Frau Fricka fordert als Sühne des Ehebruchs Siegmunds Leben. Brünnhilde, Wotans Lieblingstochter, kann zumindest Sieglinde und ihr ungeborenes Kind retten. Wie bereits im "Rheingold" führt Wagner die bestehende Gesellschaft als Produkt der Empathielosigkeit egoistischer Machtausübung vor.
Infos: www.theater-duisburg.de
*
"Nur die Harten (kommen in den Garten)" meint der derzeitige Hausautor des Theaters Oberhausen, Dirk Laucke. Seine gleichnamige Tragikomödie feiert am Sonntag, 3. Juni, 18 Uhr, auf der Oberhausener Bühne ihre Uraufführung. Entstanden ist das Stück um Möchtegern-Filmemacher, die ganz unbedarft zu Flüchtlingshelfern werden, und zwei Jungs, die sich von einem durchsetzungsfähigen Flüchtlingsmädchen beeindrucken lassen, aus Recherchen und Gedanken Lauckes  zu Meinungsfreiheit und kultureller Identität.
Infos: www.theater-oberhausen.de
*
Aktuelle Aufnahmen aus dem noch aktiven Steinkohlenbergbau und der darin arbeitenden Menschen zeigt die Sonderausstellung "Blickpunkt Bergwerk. Fotografien von Michael Bader", die vom 5. Juni bis 31. August im Deutschen Bergbau-Museum Bochum läuft. Bader fotografierte im Auftrag der RAG-Stiftung für das Projekt "Glückauf Zukunft!" auf den Zechen Auguste Victoria und Pluto sowie den noch aktiven Bergwerken Prosper-Haniel und Anthrazit Ibbenbüren der RAG. In dieser Zeit entwickelte er auch die Serie "Oberirdisch" mit Porträts von Bergleuten.
Infos: www.bergbaumuseum.de/sonderausstellungen
*
Aktuelle Positionen der Kunstsparten Video, Installation, Performance- und Klangkunst sowie zeitgenössische Fotografie präsentiert die Kunstmesse C.A.R. vom 1. bis 3. Juni auf dem Welterbe Zollverein in Essen. Galerien, Kunstprojekte, Kunsthochschulen und ausgewählte Talente aus aller Welt nehmen teil. Ein Höhepunkt ist die Arbeit von Christoph Hildebrand, der in einem der letzten unsanierten Welterbe-Gebäude eine eigens dafür neu konzipierte Installation aus über 100 rhythmisch aufflackernden Neonpiktogrammen zeigt.
Infos: www.contemporaryartruhr.de
*
160 Chöre und Ensembles treten auf bei der zehnten Ausgabe des Festes der Chöre, das am 2. Juni, 10 bis 22 Uhr, in Dortmund gefeiert wird. Auf 19 Bühnen in der Innenstadt, in Kirchen und Geschäften sowie an Sing-Haltestellen kann der Musik gelauscht, aber auch spontan mitgesungen werden. Von Pop bis Barbershop sind alle Musikstile vertreten. Um 17 Uhr findet im Rathaus ein offenes Singen statt.
Infos: www.klangvokal-dortmund.de
*
Drei Tage "Love, Peace and Music": Unter diesem Motto feiert der Ruhr Reggae Summer vom 31. Mai bis 2. Juni. Zum sechsten Mal wird der Revierpark Wischlingen in Dortmund dafür zur Tanzfläche. Auf dem Programm stehen mehr als 20 Konzerte, u.a. mit Patrice.
Infos: www.ruhr-reggae-summer.de
*
Schiff ahoi in Bergkamen. Vom 1. bis zum 3. Juni feiern Landratten und Seebären in der Marina Rünthe. Zum 19. Mal lockt das Hafenfest mit Drachenbootrennen, Fischerstechen, Kreativ-Wettkampf mit selbstgebauten Schwimmmobilen, Tauch-Schnupperkursen, Rundfahrten auf dem Kanal, Kinder-Aktionen und Bühnenprogramm.
Infos: www.bergkamen.de


Sport im Revier


Dirks Revierfußballkolumne



Mai

von Dirk Hoffmann

Das Revier schickt am Saisonende ihre großen Aushängeschilder in die Königsklasse. Der FC Schalke 04 behauptet Platz 2 und wird deutscher Vizemeister, Borussia Dortmund schließt auf Rang 4 ab. In der 2. Liga landen der VFL Bochum und der MSV Duisburg im Mittelfeld und halten sicher die Ligazugehörigkeit.

Der FC Schalke und Borussia Dortmund qualifizieren sich im Saisonendspurt für die Champions League. Die Knappen kehren nach drei Jahren Abstinenz zurück in die Königsklasse. Am 10. März  2015 scheiden die Königsblauen nach einem großen Auftritt im Estadio Santiago Bernabéu gegen Real Madrid im Viertelfinale aus. Nach einer 0 : 2 Heimniederlage reicht ein 4 : 3 Sieg bei Real nicht aus. Drei Jahre später gibt’s in Gelsenkirchen nun wieder europäischen Spitzenfußball. Zwei gewonnene Spiele zum Abschluss der Spielzeit küren den S04 zum Vizemeister hinter dem FC Bayern. Mit souveräner Leistung und Effektivität schlägt Königsblau zunächst den FC Augsburg in dessen eigenem Stadion mit 2 : 1. Abwehrspieler Thilo Kehrer, um dessen Vertragsverlängerung Manager Christian Heidel noch kämpft, erzielt dabei beide Tore. Auch profitiert die Mannschaft von Domenico Tedesco von der zeitgleichen unglücklichen 1 : 2 Heimniederlage der Dortmunder gegen Mainz 05. Maximilian Philipp gelingt das einzige Tor für die Borussia. Der 34. Und letzte Spieltag sieht ebenfalls einen siegenden S04 und einen unterlegenen BVB. Guido Burgstaller schießt das goldene Tor beim 1 : 0 Erfolg der Knappen gegen die Frankfurter Eintracht, die eine Woche später in Berlin mit einem spektakulären 3 : 1 Sieg, den DFB Pokal in die Stadt am Main holt. Für den BVB endet die Saison mit einem 1 : 3 Misserfolg bei der TSG Hoffenheim, die  dadurch auf Platz 3 vorrückt und sich ebenso für die Königsklasse qualifiziert wie die beiden Revierclubs. Marco Reus erzielt in Hoffenheim das letzte Bundesligator der Saison für Schwarzgelb, und fährt wohl auch gemeinsam mit Leon Goretzka vom S04 zur WM nach Russland. 
Mitte Mai ist für Trainer Peter Stöger Schluss beim BVB. Für die neue Spielzeit übernimmt der Schweizer Lucien Favre. Mit ihm kommt auch der Schweizer Torwart Marvin Hitz, der vom FC Augsburg zur Borussia wechselt.
Wie eine Studie ermittelte , über die der idr berichtete, gehören der BVB und der S04 zu den 20 umsatzstärksten Profifußballvereinen in der Welt. Borussia Dortmund liegt laut der Deloiite-Studie „Football Money League“ zur Spielzeit 2016/2017 mit einem Umsatz von 332,6 Millionen € - 48,7 Millionen € mehr als im Vorjahr - im internationalen Ranking auf Platz 12, die Schalker positionieren sich mit einem Umsatz von 230,2 Millionen € auf Platz 16. Verantwortlich dafür sind hohe TV-Einnahmen. 
In der zweiten Liga beenden die Revierclubs VFL Bochum und MSV Duisburg die Saison mit dem sicheren Erhalt der Spielklasse. Der VFL wird 6. Der MSV landet direkt dahinter auf Platz 7. Die Bochumer holen aus den letzten zwei Spielen nur noch einen Punkt. Am 33. Spieltag verliert der VFL mit 1 : 3 bei Union Berlin, der 34. Spieltag bringt noch ein 1 : 1 Remis gegen Jahn Regensburg. Die Duisburger erlangen im letzten Auswärtsspiel bei der Spvgg Greuther Fürth ein 2 : 2 Unentschieden, um schließlich das letzte Heimspiel mit  2 : 0 gegen den 1. FC Sankt Pauli zu gewinnen. Nach einer „Berg und Tal Fahrt“, beide waren zwischenzeitlich am Abstiegskampf beteiligt, hatten aber auch phasenweise Aufstiegschancen, schließen VFL und MSV in der oberen Tabellenhälfte ab.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Ruhrgebiet – Freizeit & Kulturelles


Freizeit,
Kulturelles, Tipps


Metropole Ruhr (idr). Ein kleines verschlafenes Städtchen lebt unter dem Diktat des Bürgermeisters Sir Herrlichkeit. Als soziale Ungerechtigkeit, Zensur und Machenschaften aufgedeckt werden, führt dies zum Aufbegehren der Bevölkerung und schließlich zum Sturz der Machthaber. Doch was fangen die Krähwinkler mit ihrer neu gewonnenen Freiheit an? Der mit dem Deutschen Filmpreis geehrte Schauspieler und Regisseur Milan Peschel inszeniert Nestroys Revolutions-Posse "Freiheit in Krähwinkel" am Schauspielhaus Bochum. Premiere ist am 26. Mai, 19.30 Uhr, in den Kammerspielen.
Infos: www.schauspielhausbochum.de
*
Stummfilmpräsentation mit Live-Musik: Das Theater Hagen zeigt am 29. Mai, 19.30 Uhr, Alfred Hitchcocks "The Lodger" ("Der Mieter") mit Musik von Joby Talbot. Der Krimi dreht sich um einen psychopathischen Frauenmörder in London, der sich jeden Dienstag ein blondes Opfer sucht. Zur selben Zeit zieht ein mysteriöser Mann als Untermieter bei einer Familie ein. Er zeigt ein besonderes Interesse an der jungen blondhaarigen Tochter seiner Vermieter.
Infos: www.theaterhagen.de
*
Rapper Macklemore, die britische Band Clean Bandit, James Arthur ("Naked"), Nico Santos ("Rooftop") und das französische Elektro-Duo Ofenbach stehen bei der Premiere des 1Live Popfests am 27. Mai auf der Bühne. Los geht's um 16.30 Uhr an der Gelsenkirchener Schalke-Arena.
Infos: www.popfest.de
*
Ein vielseitiges musikalisches Programm präsentiert das Festival "Sounds of Africa" der Philharmonie Essen. Der Fokus liegt dabei auf den westlichen Ländern Afrikas, die mit unzähligen Musikern die Entwicklung von Jazz, Pop und Rock nachhaltig beeinflusst haben. Mit dabei sind u.a. Bassekou Kouyaté und Habib Koité aus Mali, die das Festival am 25. Mai um 20 Uhr in der Philharmonie eröffnen. Zum Finale am 27. Mai tritt die "Grande Dame des Mali-Pop", Sängerin Oumou Sangaré, gemeinsam mit ihrer Band auf. Das Open-Air-Programm findet am Samstag im Stadtgarten statt.
Infos: www.philharmonie-essen.de
*
Im dritten "Wandersalon" lädt Urbane Künste Ruhr am 27. Mai, 19 Uhr, zu einer Konzert-Lesung ein. Im Essener Weinlokal "Le Chat Noir" präsentiert die Lyrikerin Orsolya Kalász ihre Gedichte im Dialog mit der experimentellen Musik von Andy Vazul. Das künstlerische Format bietet Zugang zur Frage nach dem Verhältnis von Identität und Territorien, mit der sich Urbane Künste Ruhr in Vorbereitung auf die Ausstellung "Ruhr Ding" beschäftigt. Der Eintritt ist frei.
Infos: urbanekuensteruhr.de