Ruhrgebiet - Freizeit & Kulturelles
Freizeit & kulturelle Tipps
Metropole Ruhr (idr). Da das Zeltfestival Ruhr in seiner gewohnten Form auch in diesem Jahr coronabedingt nicht stattfinden kann, bringen die Veranstalter die "Strandkorb-Edition" an den Kemnader See in Bochum. Vom 20. August bis 25. September können bis zu 1.500 Zuschauer von ihren Strandkörben aus die Künstler live auf einer riesige Open-Air-Bühne erleben. Mit dabei sind z. B. Pietro Lombardi, Heinz Rudolf Kunze, Joris, Gentleman und Wolfgang Niedecken zu erleben. Auch Comedy-Fans kommen auf ihre Kosten.
Unterhaltung mal drei gibt's beim Kleinkunstwochen Special am 20. August, 20 Uhr, im Biergarten Auf der Heide in Schwerte. Tänzerin Carmen La Tanik balanciert auf Dosen und spaltet Äpfel mit einem Hüftschwung. Senay Duzcu, erste weibliche türkische Stand-up-Comedian, beleuchtet Kulturunterschiede aus weiblicher Sicht. Und Martin Fromme als Komiker mit dem "appen Arm" nimmt Behinderte wie Nicht-Behinderte auf die vorhandenen Arme.
Den Reichtum und die Kunst- und Kulturtradition der Roma kennenlernen – darum geht es beim Dortmunder Festival "Djelem Djelem" vom 21. bis 29. August. Auf dem Programm stehen Musik, Theater, Filme und Begegnungen an mehreren Orten der Stadt. Gestartet wird am 21. August, 18 Uhr, mit einem Balkan-Familienfest im Keuninghaus, mit Musik unter freiem Himmel.
Urbane Künste Ruhr präsentiert als Beitrag zur Ruhrtriennale die Installation "Absorption" des US-amerikanischen Künstlers Asad Raza. Bis zum 25. September wird dafür das gesamte Erdgeschoss des ehemaligen Allbauhaus in Essen mit Erde gefüllt. Diese wird mit organischer und anorganischer Materie aus dem Ruhrgebiet versetzt und durch Bearbeitung und Kompostierung zu neuer Erde verarbeitet. Während des gesamten Ausstellungszeitraums ist ein Team von "Cultivators" vor Ort, das unter wissenschaftlicher Begleitung die Erde ständig filtert, in ihre Bestandteile zerlegt, analysiert und neu zusammen mischt.
Das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt vom 20. August bis 9. Januar die Sonderausstellung "Weltgeist | René Schoemakers". Schoemakers‘ fotorealistisch anmutenden Werke sind naturalistische Malerei mit fast altmeisterlicher Genauigkeit, doch ihre Symbolik ist oft verstörend, hochpolitisch und entlarvend. Der Künstler thematisiert ideologische Weltentfremdung, fundamentalistisches Christentum, Islamismus, linksradikales Gedankengut, rechten Terror. Ein zentraler Punkt im seinem Schaffen ist das Verhältnis von Brutalität und Banalität. In der Dortmunder Ausstellung liegt ein Schwerpunkt auf der Beschäftigung mit der rechten Szene.
mehr als 70 Arbeiten mit knapp 170 Leinwänden des Kieler Künstlers.
Infos: http://weltgeist-mkk.de/