Ruhrgebiet - Freizeit & Kulturelles

 Freizeit & kulturelle Tipps



Metropole Ruhr (idr). Ab heute, 24. August, macht die Wanderausstellung "Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" Station in Wesel. Die Schau zeigt bis zum 15. Oktober im LVR-Niederrheinmuseum unterschiedliche Biografien und Bilder, die vom vielfältigen jüdischen Leben und von jüdischer Kultur im deutschsprachigen Raum seit der Zeit Kaiser Konstantins erzählen. Sie ist Teil des diesjährigen bundesweiten Festjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland".

Das Festival der Freien Kulturszene Bochums startet: Vom 26. August bis zum 5. September erschließt sich die "bobiennale" unterschiedliche Spielorte in der Stadt. Unter dem diesjährigen Festivalmotto "Auf die Plätze, fertig, los!" sind ganztägige Programme auf öffentlichen Plätzen geplant - vom Kunstkiez Bärendorf über den Bismarckplatz in Wattenscheid bis zur Springorumtrasse. Zu erleben sind u.a. Kunstinstallationen, Musik, Literatur, Performances, Theater und Workshops.

Am Freitag, 27. August, feiert "Danza Y Frontera – Emdagered Human Movements Vol. IV" im Rahmen der Ruhrtriennale auf PACT Zolverein in Essen Premiere. "Tanz und Grenze" ist eine Kreation der Choreografin und Performerin Amanda Piña. Sie schafft einen mystischen Raum, in dem sich Zeitebenen auflösen, koloniale Narrative wiederkehren, auf getanzten Widerstand treffen und sich mit prähispanischen Danzas und Hip-Hop Kultur verbinden. Inspiriert ist diese Arbeit von einem Tanz aus der Region um Matamoros im Bundesstaat Tamaulipas, dem Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA, der noch heute im Kontext extremer Gewalt, Drogenhandel und neoliberaler Ausbeutung aufgeführt wird. Die Wurzeln lassen sich auf die "Danza de Conquista" zurückführen - einen Tanz, den die Spanische Krone aus früheren Eroberungszügen mitgebracht hatte und der ihre rassistische und koloniale Weltsicht zum Ausdruck bringt.

Vom 27. August bis zum 3. Oktober feiert das Festival für digitale Künste New Now in Essen Premiere. Zunächst entstehen in der ersten Festivalphase bis zum 17. September auf zwei Etagen der Mischanlage der Kokerei Zollverein raumgreifende Kunstinstallationen. Zehn internationale digitale Kunstschaffende werden an neuen Werken arbeiten, das Festival gewährt dabei Einblicke in den Schaffensprozess. Im Anschluss an die öffentliche Produktionsphase folgt die Präsentation der Werke und anderer Projekte.

Die Reihe "Emscherkunstweg: Vor Ort" lädt am kommenden Wochenende zu zwei "Künstler:innen-Talks" ein: Am Samstag, 28. August, um 16 Uhr, sprechen Julius von Bismarck und Marta Dyachenke mit Architekturhistorikerin und Urbanistin Dr. Turit Fröbe und Britta Peters, Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr, vor Ort über ihr Kunstwerk "Neustadt". Die Installation am Landschaftspark Duisburg-Nord ist seit dem Frühjahr Teil des Emscherkunstwegs. Am Sonntag, 29. August ist der Künstler Tobias Rehberger zu Gast. Mit der Landschaftsarchitektin und Kunsthistorikerin Prof. Dr. Martina Oldengott spricht er über sein Brückenbauwerk "Slinky Springs to Fame" in Oberhausen - ebenfalls direkt vor Ort. Hier ist eine Anmeldung erforderlich.

"Mutig | Heilig | Selbstbewusst – vier Starke Frauen an Jesu Seite" - so lautet der Titel der Ausstellung, die ab Samstag, 28. August, im Essener Dom eröffnet. Der Essener Domschatz und die Schatzkammer Werden zeigen bis zum 8. Dezember, welche Bedeutung Frauen wie die Gottesmutter Maria oder die heilige Gertrud, aber auch fast vergessene Frauen wie die heilige Pinnosa oder die heilige Scholastika im Mittelalter für das Essener Frauenstift und das Benediktinerkloster in Essen-Werden hatten und bis heute haben. Begleitet wird die Schau von einer Filmreihe zu starken Frauen in Kooperation mit der Essener Lichtburg.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Salon am Hügel“ sind am 30. August, 18 Uhr, die Künstlerinnen Patricia Detmering und Vivian Grevenin in der Villa Hügel, Essen, zu Gast. Sie diskutieren mit Anna Fricke, Kuratorin für Zeitgenössische Kunst des Museum Folkwang und Christian Faubel, Künstler und Professor für Smart Connected Products, über Thesen und Ideen digitaler Kunst und Technologie zum künftigen Verhältnis von Mensch und Maschine. Der Salon am Hügel wird als Live-Stream übertragen.

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