Ruhrgebiet - Freizeit & Kulturelles
Freizeit & kulturelle Tipps
Metropole Ruhr (idr). Was hat Karneval mit Rassismus zu tun? Das untersucht das Bühnenprojekt "Karneval", das am Freitag, 11. Februar, 19.30 Uhr, am Theater Oberhausen Premiere feiert. Teils empowernd, teils schmerzhaft werden die in der weißen Karnevalskultur verankerten Exotismen und Rassismen dieser Tradition in einem beinahe unaushaltbar unterhaltsamen Musical-Theaterabend zusammengeführt. "Karneval" fragt, wer dabei ist, wenn Multikulturalität gefeiert wird, welche Freunde da genau zusammenstehen und ob wir wirklich alle nur Menschen sind.
Am 11. und 12. Februar zieht der Horror ein in die Arena Oberhausen: Richard O'Briens Rocky Horror Show macht Station im Ruhrgebiet. Die Kult-Show tourt in der komplett überarbeiteten Fassung durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zweiter Bühnen-Stopp in der Metropole Ruhr ist Duisburg. Hier sind Frank'n'Furter und Co. vom 28. April bis zum 1. Mai im Theater am Marientor beim "Time Warp" zu erleben.
Infos: http://www.bb-promotion.com
Mariza bringt den portugiesischen Fado ins Ruhrgebiet: Am Freitag, 11. Februar, 20.15 Uhr, steht die wohl wichtigste Botschafterin der portugiesischen Musik auf der Bühne des Konzerthauses Dortmund. Dabei richtet sie den Blick nie zurück, wenn es darum geht, neue Wege für den Fado zu finden.
Unser Leben ist auf der Fähigkeit zu sehen aufgebaut, sie ist in Sprache und Kultur fest verankert - von der Liebe auf den ersten Blick bis zum "auf Wiedersehen". Wie nehmen blinde oder sehbehinderte Menschen unsere Lebens und Sprachwelt wahr? Dieser Frage geht der musikalische Abend "Mit anderen Augen" am Schauspielhaus Bochum nach. In diesem musikalischen Abend lenken Texte von blinden und sehbehinderten Menschen und die Lyrics der live gesungenen Songs Gedanken, Gefühle und Wahrnehmung weg vom Visuellen hin zu anderen Sinnen wie dem des Hörens - eine poetische Collage aus Musik, Text, Bildern und Klängen, die eintaucht in die Welt der Blindheit. Für die Premiere am Freitag, 12. Februar, in den Kammerspielen gibt es nur noch Restkarten an der Abendkasse. Weitere Termine sind der 22. Februar, sowie der 15. und der 22. März.
"Come in", unter diesem Titel lädt das Ballett am Rhein am Samstag, 12. Februar um 19.30 Uhr, zur nächsten Premiere ins Duisburger Haus. Benannt ist der Abend nach dem gleichnamigen poetisch-meditativen Ballett der Kanadierin Aszure Barton, das im zweiten Teil des Programms zu erleben ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir miteinander leben wollen. Twyla Tharps "Commentaries on the Floating World" eröffnet den Doppelabend. Die Grande Dame des American Modern Dance kreierte das Stück während des letztjährigen Lockdowns in wochenlangen Proben über Videokonferenzen für das Ballett am Rhein. Zu den hypnotisch repetitiven Klängen von Terry Rileys berühmter Minimal Komposition "In C" ist so eine universelle Geschichte über das Leben entstanden.
Infos: http://www.operamrhein.de
Ein Großstadt-Beamter, der in einer Art sozialem Experiment beschließt, sein Leben in einem Kellerloch zu verbringen. Ein Mensch, der sein Leben und Scheitern bitter Revue passieren lässt. Ein Mensch, der die Gesellschaft seziert - er steht im Mittelpunkt des Romans "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" von Fjodor Dostojewski. Das Theater Cipolla entstaubt den Roman und bringt ihn als Figurentheater mit Livemusik auf die Bühne. Zu sehen ist die Koproduktion mit dem Theater Duisburg, dem Metropol Ensemble und der Schaulust e. V. Bremen am Freitag, 11. Februar, 20 Uhr, in den Flottmann-Hallen Herne.