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KULTUR im VEST - Musik


Sommer im Park 2018

Auch in diesem Jahr darf sich Recklinghausen auf ein großes Sommerprogramm mit Open-Air-Konzerten im Willy-Brandt-Park und im Stadtgarten sowie auf ein Open-Air-Kino freuen. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt zu allen Konzerten und zum Open-Air-Kino ist frei.

„Sommer im Park ist eine tolle Gelegenheit, um natürlich Musik zu hören, aber eben auch Freunde und Bekannte zu treffen und direkt vor der Haustür den Sommer zu genießen“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche.
Bei den drei Konzerten im Willy-Brandt-Park gehört die Bühne den Stars der lokalen Szene und ihren Musikerfreunden.

Zum Auftakt am Freitag, 29. Juni, spielt die Band Eurovoodoo. Der exotische Bandname steht für eine einzigartige Mischung karibischer und afrikanischer Rhythmen mit europäischen Elementen und intensiver Jazzimprovisation. Die meditative, beinahe tranceartige Musik des Sextetts um Timo Vaut spannt einen Bogen von den im Osten Kubas aufgenommenen hoch komplexen authentischen Vodú-Rhythmen über melodiöse und leicht schwebende Bossa Nova-Grooves bis hin zu hochenergetischen freien Jazzrock-Improvisationen, die mit den afrokaribischen Rhythmen zu einer Einheit verschmelzen.

Die amerikanische Mezzosopranistin Richetta Manager ist dem Musikpublikum vor allem als langjährige Solistin des Opernensembles am Musiktheater im Revier bekannt. Ihre zweite musikalische Leidenschaft gehört dem Jazz, dem Soul und dem Gospel. George Sommer, der lange Jahre die Bad Hersfelder Festspiele musikalisch leitete, hat eine exzellente Begleitband aus Jazzprofis zusammengestellt, die am Freitag, 13. Juli, ein musikalisch hochkarätiges Konzert erwarten lassen.

ONsüd-Bild: Pressefoto Velvet Goldmine
Zum Abschluss der Konzerte im Willy-Brandt-Park wird es am Freitag, 20. Juli, noch einmal jazzig mit der Band Velvet Goldmine. Das Sextett um die Saxophonistin Caroline Geck ist ein Garant für ein abwechslungsreiches Programm aus Jazz, Funk und Pop. Im Repertoire verschmelzen die Stilrichtungen, wobei der Jazz stets im Mittelpunkt steht.

Ab Mitte Juli verbreitet das Roadfestival Odyssee zwölf Mal heiße Club-Atmosphäre auf den Open-Air-Bühnen in vier Städten des Ruhrgebiets - an drei Donnerstagabenden im Recklinghäuser Stadtgarten. Für tanzbare Sounds sorgen in diesem Sommer Künstler vom afrikanischen Kontinent, die gemeinsam mit europäischen Kollegen aufregend neue Experimente auf der Bühne wagen.

ONsüd-Bild: BANTU, Copyright: Abiola Balogun

Die Reihe startet in Recklinghausen am Donnerstag, 19. Juli, mit der 13-köpfigen Band BANTU. Adé Bantu ist ein Pionier der deutschen HipHop-Szene, Afrobeat-Erneuerer und Politaktivist. Er ist zwischen Nigeria, England und Deutschland groß geworden und gilt als Visionär. Inspiriert vom urbanen Chaos der Metropole Lagos verbindet er satten Afro-Beat mit HipHop- und Punk-Attitüde. Er überführt den Afrobeat von Fela Kuti in die Gegenwart.

Mit der Band Pachibaba aus La Réunion geht es am Donnerstag, 26. Juli, weiter. Pachibaba steht für eine Generation réunionischer Musiker, die die Tradition der Maloya, der Klagelieder der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen neu erfinden. Das Ausnahmeensemble verspricht einen mitreißenden explosiven Sound. 

Die Berliner Band Il Civetto und das algerische Ensemble Sabâ gestalten das Abschlusskonzert am Donnerstag, 2. August.

Mit einer bunten Mixtur aus Saxophon, Snare-Drum, Ukulele, Gitarre, Cajon, Klarinette, Bass, Bongos und einem Percussion-Set erzählt die Berliner Band von ihrer Reiselust. In einem dreisten Sprachmischmasch aus Spanisch, Arabisch, Französisch, Jiddisch und etwas Deutsch erzählt sie in den Songs Geschichten, die man eher fühlen als verstehen kann. Zum verwegenen Soundmix aus Latino-Rhythmen, Balkan-Beats, Gypsy-Swing, Flamenco und Klezmer kommen die die rauen, urbanen Klänge des algerischen Ensembles Sabâ dazu. Die Musiker um Malik Ziad vereinen orientalische und moderne westliche Klangfarben von Oud, Percussion und Gesang.

Am letzten Ferientag, Dienstag, 28. August, endet auch das Sommerprogramm, und zwar mit einem Open-Air-Kino im Stadtgarten im Rahmen der Reihe FilmSchauPlätze NRW. Die Filmvorführung beginnt bei Anbruch der Dämmerung. Picknickdecken und Sitzgelegenheiten dürfen mitgebracht werden.

Prämiert mit der Goldenen Palme der letztjährigen Filmfestspiele in Cannes begibt sich der Film „The Square“ in die schillernde Welt der modernen Kunst und öffnet deren moralische Falltüren. In der klugen Satire wirft Regisseur Ruben Östlund brisante soziale Fragen auf.


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