Sonntag, 9. April 2017

Freizeit, Kultur, Spiritualität


Mini-Zen-Garten zum Selbermachen

von Katharina Kumeko
ONsüd-Bild: Sebastian Pokojski

Unser Bild zeigt einen Zen-Garten in Miniatur. Zur Fertigstellung haben wir eine alte Backform, Steine, Sand, einen kleinen Baum und Moos verwendet.
Der Name Zen ist japanischen Ursprungs: zazen, das bedeutet Sitzmeditation.
Zen ist weder schwierig noch kompliziert, wie man oft meint. Es ist einfach in dem Sinne gemeint, dass man im jetzigen Augenblick ist und sieht was ist. Zum Beispiel: Wenn man Geschirr spült, spült man Geschirr und ist in Gedanken nicht bei etwas Anderem, wie der nächsten Prüfung oder ähnlichem. Wichtig ist, immer im jeweiligen Augenblick zu bleiben. Meditieren bedeutet, nicht nur in einer bestimmten Position zu sitzen, sondern Meditation im oben genannten Sinn bedeutet, immer bei dieser einen Sache zu bleiben, mit der man im Augenblick beschäftigt ist.
Unser Zen-Garten erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit. Steine sind ein Symbol für ein langes, zehntausend Jahre dauerndes Dasein. Das kleine Bäumchen dagegen symbolisiert Vergänglichkeit, ebenso das Moos wie die Harke, deren Linien im Sand verwehen.
In Japan sind solche Gärten sehr viel größer, eben auch in einem richtigen Garten angelegt. Sie können sowohl eckig als auch rund sein, aber sie bestehen immer aus großen Steinen, Bäumen, Moos und einer Harke.
Der Zen-Garten soll die Menschen lehren, sich nicht immer so wichtig zu nehmen. Das Leben des Menschen ist im Vergleich zum Zen-Garten sehr kurz.

Wer sich näher damit beschäftigen möchte, dem sei das Buch Zen-Buddhismus im Alltag von Steve Hagen, 2005 im Goldmann Arkana Verlag erschienen, empfohlen.

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