Freizeit & Kultur im Revier
Freizeit &
Kultur-Tipps
Metropole Ruhr (idr). Erstmals seit 15 Jahren präsentiert das Aalto-Musiktheater in Essen wieder eine Uraufführung: Die Oper "Dogville" von Gordon Kampe feiert am 11. März um 19 Uhr Premiere. Das Libretto basiert auf dem gleichnamigen Film des dänischen Regisseurs Lars von Trier, musikalisch verantwortlich ist Generalmusikdirektor Tomáš Netopil. Bei dem titelgebenden Dogville handelt es sich um einen fiktiven Ort irgendwo in den Bergen, in den die junge Grace vor Gangstern flieht. Tom setzt durch, dass Grace bleiben darf, indem sie für alle Dorfbewohner niedere Dienste verrichtet. Doch allmählich kippt die Stimmung.
Eine außergewöhnliche Konzertreihe veranstaltet das Klavier-Festival Ruhr am 11. und 12. März im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum: Der amerikanische Pianist und Musikforscher Kit Armstrong nimmt sein Publikum dann mit auf eine musikalische Zeitreise durch fünf Jahrhunderte Klaviermusik. Jedes seiner fünf Konzerte – zwei am Samstag, drei am Sonntag – ist den Werken eines Jahrhunderts von 1520 bis 2020 gewidmet. Die Auswahl ergibt einen einzigartigen Überblick über die Geschichte der Klaviermusik.
Das Chorwerk Ruhr widmet sich mit "Brahms und Reger" einem rein geistlichen A-Cappella-Programm zweier Spätromantiker. Die Konzerte stellen jeweils drei Motetten der beiden Komponisten, die in diesem Jahr ihren 190. bzw. 150. Geburtstag feiern, in den Mittelpunkt. Es dirigiert der Leiter des Ungarischen Rundfunkchores Zoltán Pad. Der Chor ist am 11. März, 20 Uhr, in der Christuskirche Bochum zu erleben und am 12. März, 18 Uhr, in der Kreuzeskirche Essen.
Mit "We grow, grow and grow, we're gonna be alright and this is our show" präsentiert der HMKV Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U die erste institutionelle Einzelausstellung des Dortmunder Künstler-Duos Jana Kerima Stolzer und Lex Rütten. Die multimediale Ausstellung, die vom 11. März bis 30. Juli läuft, betrachtet die Welt aus der Sicht nichtmenschlicher Organismen. Alle Videos und die VR-Arbeit bestehen aus einer Mischung aus 3D-Scans und realen Aufnahmen.
Eine Pionierin der queeren und feministischen Videokunst präsentiert das Skulpturenmuseum Marl mit der Ausstellung "Barbara Hammer: Would you like to meet your neighbor?". Bis zum 18. Juni ist ein Querschnitt aus dem 50 Jahre umspannenden Werk der amerikanischen Künstlerin zu sehen. Offen, ironisch, optimistisch, lebensfroh und explizit enttabuisierte sie männliche Normative, ohne einen radikal-feministischen Zeigefinger zu erheben.
Zum 17. Mal kommt die Photo/Media Art Fair der Kunstmesse Contemporary Art Ruhr C.A.R. vom 10. bis 12. März aufs Welterbe Zollverein in Essen. Das Spektrum reicht vom Themen-Schwerpunkt Fotografie über Installationen, Licht- und Videokunst bis hin zu Virtual-Reality-Kunst. Die Messe bietet ein vielseitiges Programm in drei Hallen mit Arbeiten von mehr als 100 Teilnehmenden.